3. de:kolonial Film-und Diskussionsabend

29. August 2019
Film: H.O.P.E. Was Here

„White Saviours“ in Aktion? Ein kritischer Blick auf internationale Freiwilligendienste

Ort und Zeit: 11. September 2019, 18 Uhr, Filmrauschpalast Moabit, Lehrter Strasse 35, 10557 Berlin

Der dritte Film- und Diskussionsabend behandelt das Thema „Internationale Freiwilligendienste – “White Saviors” in Aktion?“ und soll einen kritischen, aber konstruktiven Blick auf internationale Freiwilligendienste mit speziellem Fokus auf die MENA-Region werfen. Dabei soll durchaus auch Selbstkritik geübt und konstruktiv herausgearbeitet werden.
Viele Europäische Studierende und Jugendliche leisten Freiwilligenarbeit in Ländern des Globalen Südens inkl. der MENA-Region und lassen sich von Vermittlungsorganisationen eine Einsatzstelle vermitteln. Seit einiger Zeit werden auch Aufenthalte für junge Menschen aus Ländern des Globalen Südens angeboten. Aber in wie fern können diese schädlich sein?

Der Film H.O.P.E Was Here:
Wohlhabende College-Studenten aus Boston begeben sich in dieser Geschichte über das Phänomen der Freiwilligendienste – auch als „FSJ“ oder Dienstreisen bekannt -, auf eine einwöchige Reise. Für den guten Willen reisen die Studenten in die Slums von Lima, Peru. Jene Reise bildet einen Punkt der Kontroverse für sozialbewusste Millenials. Bei ihren Versuchen Englisch zu lehren und mit behinderten Kindern zu arbeiten, müssen sich die Schüler mit der Realität ihrer Arbeit auseinandersetzen und ob diese positive Veränderungen herbeiführt. Eine neue Interpretation eines klassischen moralischen Dilemmas. H.O.P.E. Was Here befasst sich mit der Schnittstelle von Privilegien und Armut durch die Frage, was es wirklich bedeutet, Menschen zu helfen.

Auf dem Podium diskutieren Expert*innen zum Themenfeld:


Annette Chammas, BMZ, Leiterin des Referats „Bürgerschaftliches Engagement, weltwärts und Engagement Global“


Camila Ardila Oviedo, Studentin des Masters Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin und Aktivistin bei der Kolumbienkampagne Berlin. Wohnt seit 10 Jahren in Deutschland und versucht sich nicht andeutschen zu lassen. Zudem war sie für einen Forschungsaufenthalt in Brasilien im Zuge des ASA Programs (Freiwilligendienst) in 2013 und 2017. Ihre Schwerpunkte sind Entwicklungshilfe Kritik, Menschenrechte, Gender und Umwelt Anthropologie.


Caroline Bunge ist die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von 14,4km e.V. und seit 2014 Teil des Teams, unter anderem als Koordinatorin für das Praktikumsprogramm in Marokko. Sie absolvierte ihr Studium der Süd- und Zentralasienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahre 2014 war sie fuer mehrere Monate als Volontärin bei einer Frauenorganisation in Agadir Lehna bei Tata/ Südmarokko tätig. Seit 2017 ist sie auch Teamassistentin in der Suchdienst-Leitstelle im DRK-Generalsekretariat.


Khaoula Behi arbeitet seit 2012 mit der tunesischen Zivilgesellschaft zusammen, um spezifisches Wissen über die Modellierung der Zivilgesellschaft und soziales Unternehmertum zu entwickeln. Als Innovationsexpertin und Forscherin arbeitet sie an verschiedenen Projekten mit verschiedenen gemeinnützigen Organisationen und Initiativen aus der MENA-Region. Ihre Arbeit zur Implementierung von Innovationssystemen konzentriert sich auf Co-Creation und Bottom-Up-Innovation zur Ermöglichung sozialer Transformation, mit Schwerpunkt auf Stärkung lokaler Gemeinschaften und Nachhaltigkeit. Sie ist außerdem Mitbegründerin von El Space, dem Hub für soziale Innovation in Tunesien, und Innovationsmanagerin von coinsence.org, einer digitalen Plattform, die Unternehmern und der Zivilgesellschaft Service und Geldwechsel ermöglicht.

Der Film läuft im OMU mit deutschen Untertiteln.

Die Moderation wird von Maissa Lihedheb (Projektkoordinatorin für 14,4 km e.V., Initiatorin von Classic Minority und Drehbuchautorin) durchgeführt.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um einen Solibeitrag auf Spendenbasis.

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Mit der Unterstützung von:


„Um dem Leben einen Sinn zu geben, braucht man das Recht sich frei bewegen zu dürfen!“ –
„Um dem Leben einen Sinn zu geben, braucht man das Recht sich frei bewegen zu dürfen!“ –

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