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Zweimonatiges Praktikum bei 14 km e.V. in Berlin – Bericht von Johanna Kramer

"Die Uni hat wieder begonnen und ich bin dieses Jahr ausgesprochen motiviert in das neue Semester gestartet, denn in den Semesterferien habe ich motivierende Erfahrungen in der mich erwartenden Arbeitswelt gesammelt. Ich blicke auf ein schönes zweimonatiges Praktikum in dem jungen Verein ‚14 km – the shortest distance between North Africa and Europe e.V.‘ zurück. Auf den Verein bin ich über eine Freundin aufmerksam geworden. Da der Verein thematisch sehr viel zur arabischen Region arbeitet und ich mich insbesondere für diese interessiere, habe ich mich spontan auf einen Praktikumsplatz beworben. Ehrlich gesagt war ich ein wenig verunsichert, denn Praktika können sehr anstrengend und uninteressant sein, doch das ging mir in dieser Zeit bei 14 km e.V. gar nicht so. Im Gegenteil, das Praktikum hat mir sehr viel Spaß bereitet und darüber hinaus neue Impulse für mein späteres Berufsleben gegeben. Ich habe im Allgemeinen einen sehr bereichernden Einblick in die Vereinsarbeit bekommen und durfte selbständig an spannenden Projekten mitarbeiten. Beispielsweise half ich bei der Organisation der Arabischen Film und Diskussionsreihe. In regelmäßigen Abständen zeigt der Verein Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutiert anschließend mit Experten/innen und dem Publikum über das Thema des Films und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land. Die Film- und Diskussionsreihe soll über arabische Länder informieren, sowie den interkulturellen, arabisch-deutschen Austausch auf der lokalen Berliner Ebene fördern. Ich durfte den Verein bei der Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von vier Veranstaltungen zu den Ländern Ägypten, Palästina, Syrien und Jordanien unterstützen. Ich half bei der Suche geeigneter Referent/innen sowie beim Akquirieren von Geldern für die Film- und Diskussionsreihe, indem ich gemeinsam mit Anja Gebel, der Projektmanagerin von 14 km e.V., einen Antrag auf finanzielle Förderung schrieb. Der Antrag wurde kurze Zeit später genehmigt und vermittelte mir schon zu Beginn meines Praktikums ein wunderschönes Erfolgserlebnis. Zu der Organisation der Filmveranstaltungen gehörte auch eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit. Ich durfte kurze Ankündigungs- und Reflexionstexte für die Website und für den Bereich Social Media verfassen, sowie Einladungen schreiben und versenden. Diese inhaltliche und organisatorische Unterstützung der Arabischen Film- und Diskussionsreihe hat mir besonders viel Spaß gemacht, zumal ich bei den einzelnen Veranstaltung selbst sehr viel von den Experten/innen und Teilnehmer/innen dazu lernen konnte. Das Titelbild dieses Beitrags zeigt den Jordanien-Abend am 10. Oktober im Filmrauschpalast, zu dem ich meine deutsch-jordanische Austauschgruppe mitbrachte, die aktiv an der Abendgestaltung mitwirkte. Hier geht es zur Reflexion über den Abend. Ein weiteres spannendes und schönes Erlebnis war der Tag an der Sancta Maria Schule in Berlin, in welcher Anja Gebel und ich im Rahmen einer Afrika-Projektwoche den Schüler/innen durch verschiedene Aktivitäten das Land Ägypten näher brachten. Da ich in meinem Studium Arabisch lerne, bekam ich u.a. die Möglichkeit, den Schüler/innen ein paar Worte auf Arabisch beizubringen. Dieser Vormittag in der Schule hat mir sehr viel Spaß gemacht und es hat mich gefreut, dass ich den Tag mit meinen individuellen Stärken bereichern konnte. Hier gibt es einen ausführlichen Bericht zur Aktion. In meiner Zeit als Praktikantin habe ich auch administrative Aufgaben für den Verein übernommen, wie zum Beispiel Netzwerk-Pflege, Recherche-Aufgaben, Erstellung von Listen und Beantwortung von E-Mails und Anfragen. Diese Aufgaben haben aber nur einen kleinen Teil meiner Arbeitszeit in Anspruch genommen. Mein absolutes Highlight war, dass 14km mir vorgeschlagen hat, mir ein eigenes Projekt zu überlegen, welches 14 km e.V. in näherer Zukunft durchführen könnte. Zusammen mit Anja Gebel konzipierte ich die Idee eines Interreligiösen Jugendaustauschs zwischen Ägypten und Deutschland zum Thema religiöse Minderheiten in beiden Gesellschaften. Bei der Konzipierung dieses Projektes durfte ich meine eigenen Ideen einbringen und Ziele, Methoden und Programmpunkte im Projekt mitkonzipieren. Ich bin sehr stolz auf das gemeinsame Ergebnis, das Anja und ich erarbeitet haben und wünsche mir, dass dieses Projekt nächstes Jahr in die Realität umgesetzt wird. Meine Praktikumsbetreuerin Anja Gebel hat mich bei meiner gesamten Arbeit immer unterstützt, sich viel Zeit genommen und mir viele Tipps gegeben. Durch dieses individuelle Feedback habe ich besonders viel dazu gelernt und meine persönlichen Fähigkeiten in vielen Bereichen verbessert. Letztendlich möchte ich mich für die schöne Praktikumszeit bei 14 km bedanken und wünsche dem Verein in der Zukunft alles Gute. Ich möchte mich neben meinem Studium weiterhin ehrenamtlich für 14 km e.V. engagieren und alle Fans von 14 km e.V., die gerne den Verein kennenlernen und unterstützen möchten, zu einem Praktikum bei 14km in Berlin ermutigen. Vielen Dank 14 km,  vielen Dank Anja Gebel!" Johanna Kramer Die von uns wiedergegebenen Berichte von durch uns vermittelte Praktikant/innen spiegeln nicht notwendigerweise die Sichtweise von 14km e.V. oder unseren Partnern wider.


Das war unser vierter Arabischer Film- und Diskussionsabend (Jordanien)

Letzten Donnerstag (10.10.) konnte sich 14km e.V. über einen weiteren gelungenen Filmabend im Rahmen der Arabischen Film- und Diskussionsreihe freuen. Zu unserem Filmabend mit dem Länderfokus Jordanien erschienen ca. 70 Besucher/innen, davon ca. 30 im Rahmen eines deutsch-jordanischen Studierendenaustauschs (organisiert von Bürger Europas e.V. mit Unterstützung des Auswärtigen Amts). In der gemütlichen Atmosphäre des ofenbeheizten Filmrauschpalast-Kinos in der Kulturfabrik in Berlin Moabit zeigten wir den Film „Recycle“, der die persönliche Geschichte eines ehemaligen Dschihadisten erzählt, der in einem der ärmsten Viertel der jordanischen Großstadt Zarqa lebt und dort Altpapier sammelt, um so seinen Unterhalt zu verdienen. In seinen schwierigen Lebensumständen findet er Halt in der Religion. Doch die soziale und ökonomische Perspektivlosigkeit und ständige Rückschläge bringen ihn an den Rand der Verzweiflung. Der Film wurde anschließend von den anwesenden Jordanier/innen lebhaft diskutiert, dabei ging es insbesondere darum, inwiefern die porträtierten Charaktere und ihr Leben repräsentativ für die jordanische Gesellschaft seien oder nicht. Im Podiumsgespräch und der Publikumsdiskussion mit den Referent/innen Hanna Al-Taher und Dima Al-Kuttu ging es dann einerseits um Jordanien als Einwanderungsland und derzeitiges Ziel zahlreicher Flüchtlinge aus Syrien, und andererseits um soziale und politische Veränderungen im Land seit 2005 bzw. 2011. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anja Gebel (14km e.V.). Wir bedanken uns bei allen Besucher/innen für Ihr Interesse und die lebhafte Beteiligung, und beim Filmrauschpalast für die gute Vorbereitung und technische Unterstützung! Hier finden Sie ein 20-minütiges Video-Exzerpt der Veranstaltung:                    


14 km e.V. zu Besuch in der Sancta Maria Schule, Thema „Ägypten“

Anlässlich der „Projektwoche Afrika“ in der Sancta Maria Schule (Berlin Zehlendorf) hatte 14 km e.V. letzte Woche das Vergnügen, einer Schulklasse durch verschiedene Geschichten, Aktivitäten und Informationen die Kultur und Gesellschaft Ägyptens näherzubringen. Die Lehrerinnen Sabrina Rückert und Rosaly Bautzer beteiligten 14km e.V. an der Konzipierung der Programms und hießen am zweiten Tag der Projektwoche 14km Programm-Managerin Anja Gebel sowie 14km Praktikantin Johanna Kramer gemeinsam mit ihren Schüler/innen in der Schule willkommen. An diesem Tag der Projektwoche ging es um die arabische Schift, ägyptisches Essen, das traditionelle islamische Opferfest (عيد الأضحى), die ägyptische Revolution, das Leben von Kindern wohlhabender Familien und das von Kindern in Not (sog. „Straßenkinder“), und um die Arbeit von sozialen Organisationen in Ägypten und Deutschland, die sich u.a. für ägyptische Kinder in Not einsetzen. Das Highlight des Tages war eine Skype-Schaltung zum Children At Risk Center der New Horizon Association for Social Development (NHASD), während der die Schüler/innen mit ägyptischen Jugendlichen im Center per Video, Mikrofon und Chat kommunizieren konnten (übersetzt wurde von Omar Sadek, einem Teilnehmer des 14km Praktikantenprogramms, der derzeit in Ägypten Praktikum macht). Nachdem die Schüler/innen in der Pause gemeinsam arabisches Fladenbrot mit Hummus, Coucous und Gemüse sowie Dattelkekse gegessen und ägyptischen Hibiscustee getrunken  hatten, hatten sie die Idee, 2 Tage später einen ägyptischen Pausenverkauf in der Schule zu starten, um die Einnahmen an das Children At Risk Center von NHASD in Ägypten zu spenden. Dabei kamen €118,66 zusammen, €35 wurden zusätzlich vom Förderverein gespendet. NHASD bedankt sich ganz herzlich für die großartige Spende für das Children At Risk Center – 14km e.V. bedankt sich für den tollen Tag und das große Interesse und Engagement der Schüler/innen!


Arabischer Film- und Diskussionsabend zu Jordanien, 10.10.13

„Recycle“ (Dokumentarfilm), am 10.10.13 um 19:30 im Filmrauschpalast, Lehrter Straße 35, Berlin Moabit Wir freuen uns, im Rahmen unserer Arabischen Film- und Diskussionsreihe zum Filmabend zu Jordanien einzuladen. Am 10. Oktober zeigen wir den Dokumentarfilm „Recycle“ von Mahmoud al Massad (2007, 82min, Arabisch mit englischen Untertiteln). Der Film erzählt die persönliche Geschichte eines ehemaligen Dschihadisten, der in einem der ärmsten Viertel der jordanischen Großstadt Zarqa lebt und dort Altpapier sammelt, um so seinen Unterhalt zu verdienen. In seinen schwierigen Lebensumständen findet er Halt in der Religion. Doch die soziale und ökonomische Perspektivlosigkeit und ständige Rückschläge bringen ihn an den Rand der Verzweiflung. Die Grenzen zwischen „Gut“ und „Böse“ verschwimmen dabei nicht nur für den Hauptdarsteller, sondern möglicherweise auch für manchen Zuschauer. Auf den Film folgt ein Podiums- und Publikumsgespräch mit der Politikwissenschaftlerin Hanna Al-Taher, einer Gruppe jordanischer Austauschstudenten und jordanischen Moabiter/innen zur Lage palästinensischer und syrischer Flüchtlinge in Jordanien sowie zu den Auswirkungen des „Arabischen Frühlings“ auf das Land. Der gesamte Abend findet auf Englisch statt. Die Teilnahme ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten. Der Veranstaltungsort ist der Filmrauschpalast in der Kulturfabrik in Berlin Moabit, Lehrter Str. 35. Die Lage der Kulturfabrik wird Ihnen hier angezeigt.   In regelmäßigen Abständen zeigen wir Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutieren anschließend mit Gästen aus Moabit sowie mit Länderexpert/innen über das Thema des Films und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land, immer auch mit Bezug zu Nord-Süd-Verhältnissen.             


The Suffering Grasses of Syria – Kurzbericht zum 3. Arabischen Film- und Diskussionsabend

Am Mittwoch den 18. September fand unser dritter Arabischer Film- und Diskussionsabend statt – diesmal ging es um Syrien. In dem Dokumentarfilm „THE SUFFERING GRASSES: when elephants fight, it is the grass that suffers” von Iara Lee wird der Konflikt in Syrien (mit Stand von 2012) dargestellt. Verschiedene Interviews, Bilder, Animationssequenzen und Berichte über die Kriegsgeschehnisse spiegeln das Leid und die Frustration der syrischen Zivilgesellschaft wieder, die angesichts der Ausweglosigkeit der Bürgerkriegssituation oftmals zur Beteiligung an gewaltsamen Auseinandersetzungen oder zur Flucht und einem Leben in Flüchtlingslagern gezwungen wird. Der Film geht auch auf die Rolle anderer Länder wie Russland, China und den USA in dem Konflikt ein. Nach der Filmvorführung sprach Hanna Wettig von „Adopt a Revolution“ im Stuhlkreis über den Syrischen Bürgerkrieg, die steigenden Spannungen innerhalb verschiedener sozialer und politischer Gruppen in der syrischen Gesellschaft und beantwortete zahlreiche Fragen und Kommentare aus dem Publikum. Sie erzählte außerdem über die Arbeit von „Adopt a Revolution“, über derzeitige Projekte, Herausforderungen und ging auch auf Kritik an der Arbeit des Vereins ein.  Viele Fragen und Anmerkungen des Publikums bezogen sich auf die Flüchtlingsproblematik und auch auf die (tatsächliche und potentielle) Rolle Deutschlands in diesem Zusammenhang. Auch die derzeitige Debatte um eine militärische Intervention und die Verhandlungen über die syrischen Chemiewaffen wurde angesprochen. Der Abend endete mit Überlegungen zu einer zukünftigen Lösung des Konflikts und Unterstützungsmöglichkeiten von Seiten der deutschen Gesellschaft. Die Veranstaltung, zu der sich ca. 30 Teilnehmende einfanden, wurde moderiert von Anja Gebel (14km e.V.), bei der Organisation halfen Johanna Kramer (Praktikantin bei 14km e.V.) sowie das ZK/U-Team. Wir bedanken uns bei allen Gästen für ihr Kommen und für die engagierte Teilnahme an der anschließenden Diskussion! -- In regelmäßigen Abständen zeigen wir Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutieren anschließend mit Gästen aus Moabit sowie mit Länderexpert/innen über das Thema des Films und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land, immer auch mit Bezug zu Nord-Süd-Verhältnissen.


Dritter Arabischer Filmabend am 18.9.13 „The Suffering Grasses“ (Syrien)

„THE SUFFERING GRASSES“ (Dokumentarfilm und Diskussion zu Syrien) am 18.9.13 um 19:30 im ZK/U, Siemensstraße 27-49, Berlin Moabit ‚14km – the shortest distance between North Africa and Europe‘ e.V. und das ZK/U laden herzlich ein zum dritten Abend unserer Arabischen Film- und Diskussionsreihe. Am 18. September um 19:30 Uhr zeigen wir den Film „THE SUFFERING GRASSES: when elephants fight, it is the grass that suffers” (2012, 52min, Sprache: Arabisch/Englisch mit deutschen Untertiteln) mit anschließender Diskussion zur Situation in Syrien. In dem Dokumentarfilm von Lara Lee wird die derzeitige Bürgerkriegssituation in Syrien dargestellt, reflektiert in Interviews, Bildern, Animationssequenzen und Berichten über die Kriegsgeschehnisse.  Der Fokus des Films liegt auf der syrischen Zivilgesellschaft, die angesichts der Ausweglosigkeit der Bürgerkriegssituation oftmals zur Beteiligung an gewaltsamen Auseinandersetzungen oder zur Flucht gezwungen wird. Der Film geht auch auf die Rolle anderer Länder wie Russland, China und den USA in dem Konflikt ein. Vor dem Hintergrund des Films haben Sie anschließend Gelegenheit, mit syrienstämmigen Moabiter/innen sowie mit Hanna Wettig von „Adopt a Revolution“ über den Syrischen Bürgerkrieg, die Spannungen innerhalb der syrischen Gesellschaft sowie über die Rolle externer Akteure zu sprechen. Können externe Akteure zur Schlichtung des Konflikts beitragen oder nicht? Wie denken Menschen in Syrien über ein eventuelles internationales Eingreifen? Wie könnte der Konflikt anderweitig gelöst werden? (Moderation: Anja Gebel, 14km e.V.). Die Teilnahme ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten.   14km Arabische Filmreihe In regelmäßigen Abständen zeigen wir Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutieren anschließend mit Gästen aus Moabit sowie mit Länderexperten über das Thema des Films und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land, immer auch mit Bezug zu Nord-Süd-Verhältnissen. Die 14km Arabische Film- und Diskussionsreihe startete am 22.8.13 erfolgreich mit einem Abend zu Ägypten. Unsere zweite Filmvorführung (am 4.9.13) beschäftigte sich mit Flucht und Migration in/aus Palästina.                    


Das war unser zweiter Arabischer Film- und Diskussionsabend (Palästina)

Auch unser zweiter Arabischer Film- und Diskussionsabend war gut besucht – am 4.9. um 19:30 hatten sich um die 40 Zuschauer/innen und Teilnehmer/innen im ZK/U eingefunden, um sich den Film „Schildkrötenwut“ anzusehen und anschließend mit unseren vier Gästen über den Film und das Oberthema der Flucht/Vertreibung bzw. Migration von Palästinenser/innen zu sprechen. Der Film „Schildkrötenwut“ nähert sich diesem Thema auf einer sehr persönlichen Ebene an. Die junge deutsche Filmemacherin Pary El-Qalqili versucht über viele Fragen sowie eine gemeinsame Reise nach Palästina ihrem Vater, der Palästinenser ist, näherzukommen, beleuchtet dabei seine gescheiterten Träume von einer Rückkehr und zeichnet seine schwierige Heimat- und Identitätssuche nach. Im anschließenden Gespräch mit Musa El-Qalqili (Hauptperson des Films), Abdallah Hajjir (Imam am ‚Haus der Weisheit‘ in Moabit), Osama Hajjir (BWL-Student aus Moabit) sowie Bernhard Schäfer (Gemeinsame Initiative Humanitäres Völkerrecht Nahost bei Brot für die Welt) ging es um die Rolle von Flucht und Vertreibung insbesondere in den individuellen sowie Familiengeschichten der anwesenden Palästinastämmigen und unterschiedliche Weisen des persönlichen Umgangs damit. Vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts wurde im Publikumsgespräch auch die Frage thematisiert, wie Deutschland seinen politischen Einfluss wirkungsvoller für eine Verbesserung der Situation palästinensischer Flüchtlinge nutzen könnte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anja Gebel (14km e.V.), bei der Organisation halfen Johanna Kramer (Praktikantin bei 14km e.V.) sowie das ZK/U-Team. Wir bedanken uns bei allen Gästen für ihr Kommen! -- In regelmäßigen Abständen zeigen wir Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutieren anschließend mit Gästen aus Moabit sowie mit Länder-Experten über die Filme und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land, immer auch mit Bezug zu Nord-Süd-Verhältnissen. Unser erster Film beschäftigte sich mit den sozialen Dynamiken, die zur Revolution in Ägypten geführt haben.          


Zweiter Arabischer Film- und Diskussionsabend (Palästina): „Schildkrötenwut“, am 4.9.2013

„Schildkrötenwut“ (Biografie / Dokumentarfilm und Diskussion) Am  4.9.2013 um 19:30 im ZK/U, Siemensstraße 27-49, Berlin Moabit 14km – the shortest distance between North Africa and Europe e.V. und das ZK/U laden herzlich ein zum zweiten Filmabend im Rahmen unserer Arabischen Film- und Diskussionsreihe. Am 4. September um 19:30 Uhr zeigen wir „Schildkrötenwut“ (2012, 69min, Sprache: Deutsch/Arabisch mit dt. Untertiteln) und freuen  uns auf eine anschließende Diskussion zu Palästina. Der Dokumentarfilm von Pary El-Qalqili erzählt die Geschichte ihres eigenen Vaters, eines in Deutschland lebenden Palästinensers. Die Filmautorin versucht zu verstehen, warum ihr Vater seine Familie in Berlin zurückließ, um sich in Palästina ein neues Leben aufzubauen,  Jahre später aber wieder nach Deutschland zurückkehrte und seitdem im Keller des Hauses lebt, zurückgezogen wie eine Schildkröte in ihrem Panzer. Durch viele Fragen sowie eine gemeinsame Reise nach Palästina bemüht sich Pary El-Qalqili, ihrem Vater näher zu kommen und beleuchtet gleichzeitig seine innere Verlorenheit und schwierige Identitätssuche. Vor dem Hintergrund des Films haben Sie anschließend Gelegenheit, mit Palästina-stämmigen Moabiter/innen sowie mit Musa El-Qalqili (dem Vater der Regisseurin) über die Situation von palästinensischen Migranten zu sprechen. Gemeinsam möchten wir auch die (tatsächliche und potentielle) deutsche Rolle erörtern: Was macht Deutschland zur Schlichtung des Nahostkonflikts und zur Verbesserung der Situation von Palästinenser/innen? Was könnte die deutsche Gesellschaft in diesem Zusammenhang tun? (Die Diskussion findet auf deutsch statt. Moderation: Anja Gebel, 14km e.V.) Die Teilnahme ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten. -- In regelmäßigen Abständen zeigen wir Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutieren anschließend mit Gästen aus Moabit sowie mit Länder-Experten über die Filme und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land, immer auch mit Bezug zu Nord-Süd-Verhältnissen. Unser erster Film beschäftigte sich mit den sozialen Dynamiken, die zur Revolution in Ägypten geführt haben.            


Erfolgreicher Start der Arabischen Film- und Diskussionsreihe im ZK/U

Die 14km Arabische Film- und Diskussionsreihe startete gestern erfolgreich mit der Vorführung von "We Are Egypt" und einer anschließenden Diskussion zum Film sowie zur aktuellen Lage in Ägypten. Wir konnten uns freuen, ca. 70 Gäste zu begrüßen, die gekommen waren, um sich in der besonderen Atmosphäre des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit den Dokumentarfilm von Lillie Paquette anzusehen und anschließend mit Barbara Bishay von Mayadin Al-Tahrir und Mustafa Fahim aus Moabit zu diskutieren. Der Film dokumentiert die letzten 14 Monate vor der ägyptischen Revolution 2011. Die Filmemacherin konzentriert sich dabei vor allem auf die Perspektive der Jugendbewegung 6. April, lässt aber auch zahlreiche andere soziale und politische Gruppen zu Wort kommen und zeichnet auf sehr informative Weise die Dynamiken und Ereignisse nach, die letztendlich zur Revolution führten. In der folgenden Diskussion berichtete Barbara Bishay, die Anfang August von einem Aufenthalt in Ägypten zurückgekehrt ist, eindrucksvoll von aktuellen Geschehnissen, Debatten und der Stimmung in der ägyptischen Bevölkerung, während Mustafa Fahim die derzeitigen Ereignisse mit dem Abstand und der Expertise eines seit 54 Jahren in Deutschland lebenden Ägypters  beurteilte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anja Gebel (14km e.V.), wertvolle Unterstützung bei der Organisation leisteten Johanna Kramer (Praktikantin bei 14km e.V.) sowie das ZK/U-Team. Wir bedanken uns bei allen Gästen für ihr Kommen und beim ZK/U für die tolle Kooperation.  


Film: „We Are Egypt – The Story Behind The Revolution“, 22.8.13

  „We Are Egypt – The Story Behind The Revolution“, 22.8.13, im ZK/U Berlin (Siemensstr. 27) (Dokumentarfilm und Diskussion) 14km – the shortest distance between North Africa and Europe e.V. und das ZK/U laden herzlich ein zur ersten Filmvorführung im Rahmen unserer gemeinsamen Arabischen Filmreihe. In regelmäßigen Abständen zeigen wir Filme, die sich mit verschiedenen arabischen Ländern beschäftigen und diskutieren anschließend mit Gästen aus Moabit sowie mit Experten zum jeweiligen Land über den Film und die aktuelle soziale und politische Situation im jeweiligen Land, immer auch mit Bezug zu Nord-Süd-Verhältnissen. Den Auftakt macht am 22. August um 19:30 Uhr die Vorführung des Films „We Are Egypt – The Story Behind The Revolution“ (2013, 82min, Sprache: Englisch/Arabisch mit englischen Untertiteln) mit anschließender Diskussion. Der Veranstaltungsort ist das ZK/U, Berlin Moabit, Siemensstr. 27. Für eine Wegbeschreibung bitte hier klicken. Der Dokumentarfilm der jungen US-amerikanischen Filmemacherin Lillie Paquette dokumentiert die letzten 14 Monate vor der ägyptischen Revolution 2011. Er beschreibt die (auch für die jetzige Lage relevanten) politischen Dynamiken, die aufgestaute Unzufriedenheit und die immer stärker werdenden Forderungen der Bevölkerung nach Veränderung, die schließlich im Januar 2011 kulminierten. Dabei wird auch die zweifelhafte Rolle der USA in den politischen Angelegenheiten Ägyptens intensiv beleuchtet. Vor dem Hintergrund des Films haben Sie anschließend Gelegenheit, mit Ägypten-Experten aus Moabit sowie mit Barbara Bishay von „Mayadin Al-Tahrir“ über die aktuelle Situation in Ägypten zu diskutieren (Moderation: Anja Gebel, 14km e.V.). Die Teilnahme ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten.  


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